Können Katzen Sonnenbrand bekommen?

Der Mensch cremt sich mit Sonnenschutzmittel ein und legt sich in die Sonne, der Hund verkriecht sich in den Schatten unter dem Liegestuhl oder gleich ganz ins kühle abgedunkelte Haus. Die Katze hingegen aalt sich glücklich im Sonnenlicht auf der Terrasse und genießt den Sommer scheinbar in vollen Zügen. Oder? Tatsächlich können auch Katzen einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie sich zu lange im direkten Sonnenlicht aufhalten. Besonders gefährdet sind Katzen mit kurzem weißem Fell, doch auch bei anderen Katzen können exponierte Stellen wie die Ohren und die Nase leicht verbrennen. Da sich die Katze der Gefahr nicht bewusst ist, muss der Mensch ein wenig mitdenken und darauf achten, dass die Katze nicht zu lange in der Sonne liegt und einen Sonnenbrand riskiert.

Wie erkannt man Sonnenbrand bei Katzen?

Wie beim Menschen macht sich der Sonnenbrand mit geröteter Haut bemerkbar, die in schlimmen Fällen sogar Blasen bildet. Oft beginnt sich die Haut zu pellen und die Ohrenränder sind eingerollt. Problematisch ist, dass die meisten Katzen auf den bei Sonnenbrand unvermeidlichen Juckreiz mit Kratzen reagieren. Dadurch kommt es zu offenen Wunden und im schlimmsten Fall bakteriellen Entzündungen. Bei einem leichten Sonnenbrand ist es ausreichend, die Katze anschließend einige Tage im schattigen Haus zu halten und die betroffenen Stellen mit einer speziellen Fettcreme zu versorgen. Ist die Haut stark verbrannt oder sind sogar schon offene Wunden durch das Kratzen entstanden, sollte unbedingt der Tierarzt zur weiteren Behandlung aufgesucht werden.

Sonnenbrand ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen! Wie beim Menschen kann wiederholter Sonnenbrand auch bei Katzen zur sogenannten felinen solaren Dermatitis und zu Hautkrebs führen. Da bei der Katze meist die empfindlichen Ohren betroffen sind, droht im schlimmsten Fall eine Amputation der von Tumoren befallenen Ohren und dies sollte ein Katzenliebhaber seiner Mieze ersparen.

Sonnenbrand bei Katzen vorbeugen

Auch wenn die Katze so glücklich wirkt, wenn sie sich mittags in der Sonne aalt und räkelt: In ihrem eigenen Interesse ist es besser, sie in den Mittagsstunden zwischen 11 und 16 Uhr im Haus zu halten und dabei auch darauf zu achten, dass sie sich nicht auf der Fensterbank sonnt. Zusätzlichen Schutz bietet Sonnencreme: Am besten geeignet ist spezielle Sonnencreme für Katzen (hält der Tierarzt bereit) oder wasserfeste Baby-Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Um die empfindlichen Ohren und die Mund/Nasen-Partie zu schützen, kann auch Lippenbalsam mit UV-Schutz aufgetragen werden – sofern die Katze still hält und sich den Balsam nicht direkt wieder ableckt.

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