Katzen erziehen: So geht es richtig

Katzen sind zwar generell als eigenwillige kapriziöse Geschöpfe bekannt, doch so ganz ohne Erziehung geht es auch bei ihnen nicht – und damit ist nicht das Katzenklo gemeint. So neigen Kätzchen dazu, beim Spielen auch einmal zu kratzen oder zu beißen – wer sich das dann gefallen lässt, zieht einen beißlustigen Stubentiger heran, der als erwachsene Katze für Probleme sorgen wird.

Kratzen und Beißen abgewöhnen

Die kleine Katze meint es natürlich nicht böse – beim Herumtollen mit ihren Geschwistern war sie es gewöhnt, gegenseitige Tatzenhiebe auszutauschen, die kaum durch ihr dichtes Fell drangen. Beim schutzlos „nackten“ Menschen sieht dies schon anders aus: Krallen und Zähnchen hinterlassen deutlich sichtbare Spuren auf der Haut.

Am besten ist es, schon der kleinen Katze sanft auf das Pfötchen zu klopfen (auf keinen Fall schmerzhaft zuschlagen, das verängstigt sie) wenn sie kratzen will und sie wegschieben. Bei hartnäckigen Katzen lohnt es sich, sie einige Minuten vor die Türe zu setzen. Irgendwann wird sie ihre Kratz- und Beißversuche mit der Bestrafung in Verbindung setzen und es bleiben lassen.

Schimpfen wird bei einer Katze anders als beim Hund dagegen wenig bringen: Der Hund ist als Rudeltier auf Harmonie gepolt und wird sich beim Schimpfen klein machen. Die Katze – ganz die Diva – wird den laut gewordenen Menschen ignorieren und sich davon machen.

Katzen mit Leckerlis bestechen

Gehorsamkeit ist nicht der Katze Sache, doch sie lässt sich meist sehr gut bestechen. So wird eine Katze gewöhnlich nicht auf ihren Namen hören, wenn sie gerufen wird, doch das Rascheln einer Tüte mit Leckerlis wird sie auch noch im hintersten Winkel des Speichers hören und angeflitzt kommen. Wer der Katze früh angewöhnt, auf ein solches Signal zu hören, kann sie so später gut anlocken, wenn sie wieder einmal spurlos verschwunden ist. Dabei sollte jedoch nicht übertrieben werden, denn wer sechsmal am Tag mit der Tüte raschelt, langweilt seinen Stubentiger irgendwann.

Ängstliche Katzen zähmen

Katzen sind sensible Tiere, die sich leicht verschrecken lassen und die Flucht ergreifen. Gerade bei Katzen aus dem Tierheim, deren Vergangenheit nicht wirklich bekannt ist, können bestimmte Geräusche ein Trauma auslösen. Vielleicht war sie einmal in der Waschmaschine gefangen und gerät noch heute in Panik, wenn sie das Geräusch der laufenden Waschmaschine hört? Auch ein lauter Fön oder Staubsauger ängstigt viele Katzen. Dies muss dann einfach respektiert werden.

Schwieriger wird es, wenn die Katze instinktiv auf den Anblick ihrer Transportbox mit Flucht reagiert, weil sie weiß, dass der Behälter für einen (oft schmerzhaften) Trip zum Tierarzt steht. Daher ist es sinnvoll, die Katze früh an die Transportbox zu gewöhnen und sie zu allen möglichen Unternehmungen mitzunehmen – zu Besuch bei Freunden, oder einfach nur zum Umherfahren. So wird die Katze die Transportbox nicht automatisch  mit dem Tierarzt verbinden. Ängstlichen Katzen hilft es zudem, wenn die Box gemütlich ausgestattet wird, zum Beispiel mit einer kuscheligen Decke und einigen Leckereien. In schweren Fällen helfen auch Pheromonsprays.

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