Katze auf Reisen: Geht das?

Vor kurzem habe ich mich bereits einmal mit dem Thema „Katze und Ferienzeit“ beschäftigt – dabei ging es jedoch vor allem darum, wie die Katze am besten versorgt wird, wenn Herren und Frauchen in Urlaub fahren. Aus gegebenem Anlass werde ich das Thema heute ergänzen und mich mit der Frage befassen: Kann man eine Katze mit auf Reisen nehmen?

Katze im Auto: So fühlt sie sich wohl

Wenn die Katze überhaupt mit auf eine Reise genommen werden muss, dann ist das eigene Auto das einzige sinnvolle Transportmittel. Auf der Rückbank lässt sich zumindest eine Art Kuschelecke für die Katze einrichten, in der sie ihre vertraute Umgebung wiederfindet – idealerweise das Katzenkörbchen mit der gewohnten Kuscheldecke. Allerdings sollte die Katze dann mit einem Brustgeschirr mit dem Sicherheitsgurt verbunden werden, damit sie beim plötzlichen Bremsen nicht aus dem Körbchen geschleudert wird.

Sicherer ist eine echte Transportbox, die ebenfalls gut befestigt werden muss. Die Box kann mit der Decke und Spielzeug ausgestattet werden, damit sich Mieze darin wohl fühlt. Kennt die Katze die Transportbox nur von Besuchen beim Tierarzt, sollte sie schon so früh wie möglich lernen, dass die Box nicht immer zu schmerzhaften Erlebnissen führt. Dazu kann die Katze einfach ab und zu in der Transportbox spazieren gefahren und mit Leckerli verwöhnt werden, so dass sie die Box mit positiven Dingen verbindet.

Katze on the Road

Bei einer langen Autofahrt sollten entsprechend viele Pausen geplant werden – nicht nur die Katze, auch die Menschen werden davon profitieren. Die Katze kann entweder an der Leine mitgeführt oder in der Transportbox mitgenommen werden. Soll während der Pause etwas gegessen werden, ist es wichtig, einen Platz im Freien zu suchen, denn die meisten Autobahn-Gaststätten mit ihren offenen Büffets erlauben keine Tiere im Restaurantbereich.

Auf gar keinen Fall darf die Katze alleine im Auto zurück gelassen werden, während ihre Menschen im Restaurant essen , denn das verschlossene Auto kann schnell zu einer stickigen Hitzefalle werden – auch wenn die Scheiben minimal heruntergekurbelt sind und das Auto im Schatten steht. Zudem bestimmt immer das (wenn auch geringe) Risiko, dass das Auto samt Katze gestohlen wird.

Da eine Katze nicht wirklich „Gassi gehen“ kann, sollte sie in den letzten vier Stunden vor der Fahrt nichts mehr zu Fressen bekommen. Bei einer relativ kurzen Fahrzeit von bis zu vier Stunden kann auch auf Wasser verzichtet werden – länger jedoch nicht, denn sonst dehydriert das Tier. Bei einer sehr langen Autofahrt, zum Beispiel nach Italien oder gar Spanien, ist es für alle Beteiligten möglicherweise besser, eine Zwischenübernachtung in einem tierfreundlichen Hotel einzuplanen.

Das Reisegepäck für die Katze

Bei Auslandsreisen müssen auf jeden Fall die Grenzformalitäten beachtet werden, d.h. ein gültiger EU-Heimtierausweis für die Katze und der Nachweis über einen Mikrochip, mit dem die Katze eindeutig identifiziert werden kann. Tätowierungen reichen nicht mehr. Der Heimtierausweis sollte jedoch auch bei Inlandsreisen dabei sein, falls der Katze im Urlaub etwas passiert und der Tierarzt vor Ort wichtige Informationen benötigt.

Weiterhin sollte mit dem eigenen Tierarzt eine kleine Reiseapotheke für den Fall der Fälle zusammengestellt werden, zum Beispiel mit Mitteln gegen Reiseübelkeit und Durchfall und einem Verband im Fall einer Verletzung.

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