Devon Rex

Müsste man die Devon Rex als Katzenrasse mit nur wenigen Worten beschreiben, dann wäre es wohl ihr einzigartiger Charakter sowie ihr gewelltes Fellkleid, was Wert ist, Erwähnung zu finden. Ihr Aussehen ist durch das gewellte Fellkleid ebenso einzigartig, wie es ihr Wesen ist. Sie ähnelt in diesem Wesen und Charakter einem Kobold auf Samtpfoten, ihre Persönlichkeit ist fast schelmisch zu nennen.

Katzenrasse aus Devon in England

Wie der Name Devon Rex schon vermuten lässt, ihre Zuchtgeschichte beginnt in England und zwar in Buckfastleigh, Devon. Ein herum streunender Kater fiel durch sein gelocktes Fell auf und gab dieses Fell auch weiter. Eine Frau Beryl Cox fand zumindest in einem Wurf einen kleinen Kitten mit diesem typischen gewelltem Fell. Das war im Jahr 1960. Sie fand dieses Fell wunderschön.

Nun war Frau Cox wohl allgemein an Katzen und ihre Zucht interessiert. Und so blieb es nicht aus, dass sie hörte, dass für den Erhalt der Cornish Rex Katze, die durch ihr Kraushaar auffällt, weitere Katzen gesucht werden. Allerdings konnte ihr Kirlee nicht in das Zuchtprogramm zum Rasseerhalt der Cornish Rex aufgenommen werden. Denn sein Fell wurde durch eine andere Mutation gewellt als es bei der Cornish Rex der Fall ist.

Für den Erhalt der Cornish Rex kam Kirlee nicht in Frage. Dieses zweite Gen sollte dennoch erhalten werden und so startete man in England einfach ein weiteres Zuchtprogramm. Hieran waren Burmakatzen aber auch BKH (Britisch-Kurzhaar-Katzen) beteiligt und eben Kirlee, der so zum Stammvater aller heutigen existierenden bzw. lebenden Devon-Rex-Katzen gehört.

Kirlee war kein sehr langes Leben beschieden, er starb bereits 1970 bei einem Autounfall.

Die erste Devon-Rex wurde in England bereits im Jahr 1965 bei einer Katzenshow gezeigt. Einige fanden das gewellte Katzenfell zu ungewöhnlich, andere waren begeistert von diesem Aussehen.

Noch heute sind Devon Rex Katzen recht selten.

Eigentlich schade, denn die Devon Rex Katze ist liebenswert, extrem verschmust und anhänglich. Ihr Aussehen ist eben sehr ungewöhnlich, bösartig könnte man sagen, sieh sieht aus, wie etwas was die Katze nach Hause gebracht hat, oder wie etwas, was gerade aus dem Wasser aufgetaucht sei.

Aussehen der Devon Rex

Es ist eine mittelgroße Katze, bei der als erstes das Fellkleid auffällt. Dazu hat sie eine flache Schädelform und extrem große abstehende Ohren. Auch ihre Augen sind auffällig groß. Die Form der Ohren (abgerundet, tief angesetzt) und die der Augen lassen die Devon Rex durchaus wie einen Kobold aussehen. Sie ist schlank und muskulös. Ihr Erscheinungsbild ist elegant. Bei der Devon Rex sind sogar Schnurrhaare und Augenbrauen gekräuselt.

Fell und Farben

Das Fell ist sehr kurz und fein. Es ist weich, wellig oder eben gelockt. Es können Leithaare vorhanden sein. Müssen aber nicht. Viele Devon Rex Katzen haben auf der Unterseite nur Flaum. Bei der Zucht werden allerdings Katzen mit voller Behaarung bevorzugt. Es sind alle Farben und Muster anerkannt. Alle Farben können auch mit Weiß auftreten. Die Devon Rex hat zwar nur wenig Deckhaar, dafür aber einen hohen Anteil an Unterwolle. Wie dicht ihr Fell ist, hängt auch von der Jahreszeit ab. Sie verliert weniger Haare als andere Katzenrassen.

Auch alle Augenfarben sind erlaubt.

Charakter und Wesen

Die Devon Rex ist eine sehr menschenbezogene Katze. Sie ist zudem verspielt und verschmust zugleich. Neugierig und temperamentvoll will sie aber auch die Welt erkunden. Daher sollte sie nicht als Einzelkatze gehalten werden. Sie ist durchaus als Wohnungskatze geeignet.

Lustig und Lebenslustig wie die Devon Rex ist, ist sie auch eine tolle Familienkatze.

Diese Katze klettert gerne, auch an ihrem Menschen.

Wichtig ist auch, dass die Devon Rex warme Plätze bevorzugt. Daher mag sie es durchaus auch im Bett bei ihrem Menschen zu liegen. Die Devon Rex ist intelligent und gelehrig zugleich und sie kann mit kleinen Leckereien zur Mitarbeit motiviert werden. Sie besitzt durchaus Durchsetzungsvermögen.

Herkunft: England (Devon).

Wie kommt das gelockte Fell zustande: Natürliche Mutation, die rezessiv vererbt wird.

Stammvater: Kirlee (1960), dazu kamen Burmesen, BKH