KREBSERKRANKUNGEN BEI KATZEN

Immer mehr Hauskatzen erkranken heute an Krebs. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein: Einerseits werden auch Hauskatzen immer älter, so dass das Risiko einer Krebserkrankung steigt, andererseits werden Tumore heute dank moderner Diagnostik leichter erkannt. Vermutet werden auch Zusammenhänge zwischen Umweltgiften und Krebserkrankungen, sowie der moderne Lebensstil. Doch Krebs ist heute auch bei Katzen kein Todesurteil mehr, sofern die Erkrankung frühzeitig entdeckt und behandelt wird.

Am häufigsten treten bei Katzen Blutkrebserkrankungen auf. Meist kommt es dabei zu Gewulstbildungen wie dem Lymphosarkom oder dem Fibrosarkom. Dieses kann ironischerweise durch die Schutzimpfung gegen den Felinen Leukämievirus (FeLV) ausgelöst werden, die eigentlich vor der Leukämie schützen soll. Tierärzte empfehlen die Schutzimpfung daher nur für freilaufende Katzen, bei denen das Risiko einer Viruserkrankung höher ist als das einer Krebserkrankung. Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, benötigen die Schutzimpfung dagegen nicht.

Wie der Mensch ist auch die Katze von Hautkrebserkrankungen betroffen. Besonders Katzen mit weißem Gesicht oder weißen Ohren sind gefährdet und sollten möglichst nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Weibliche Katzen können wiederum Brustkrebs entwickeln, so dass ähnlich wie bei Frauen nur eine radikale Entfernung der Brüste bzw. in diesem Fall des Gesäuges möglich ist um die Krankheit zu stoppen.

Wie lässt sich Krebs bei der Katze erkennen und vorbeugen?

Eine gesunde schlanke Katze mit starkem Immunsystem hat weit größere Chancen, einer Krebserkrankung zu entgehen, als eine verfettete faule Katze, die ihr Leben fast ausschließlich auf der Fensterbank verbringt. Besitzer können also viel zur Vorbeugung beitragen, indem sie auf eine gesunde Ernährung der Katze und ausreichende Bewegung achten. Kann die Katze nicht im Freien herumstromern, sollte der Besitzer täglich in der Wohnung mit ihr herumtollen.

In manchen Fällen lässt sich der Tumor beim Streicheln am Körper fühlen. Nicht jeder „Knubbel“ muss direkt ein Krebsgeschwür sein, doch es ist sinnvoll, den Tierarzt darauf anzusprechen denn die rechtzeitige Früherkennung kann lebensrettend sein! Andere Symptome für eine Krebserkrankung sind ein plötzliches Abmagern oder auch übermäßiger Hunger, Apathie und Mattigkeit und fahles, stumpfes Fell. Ist eine ansonsten eher widerspenstige Katze auf einmal überraschend anhänglich oder eine ansonsten sehr anhängliche Katze auf einmal widerborstig und versteckt sich häufig, kann dies ebenfalls darauf hinweisen, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt.

Besteht der Verdacht auf eine Krebserkrankung, wird der Tierarzt den Körper der Katze gründlich abtasten und ein Blutbild erstellen. Oft erfolgt auch eine Kot- oder Urinprobe oder eine Ultraschalluntersuchung. Wird tatsächlich ein Tumor entdeckt, muss zunächst festgestellt werden ob es sich um einen gutartigen Tumor handelt oder um einen bösartigen Tumor, der schnell wächst und Metastasen bildet. In diesem Fall ist von einer Krebserkrankung die Rede.

Wie wird Krebs bei der Katze behandelt?

Im schlimmsten Fall ist die Erkrankung schon so weit fortgeschritten, dass dem Besitzer nur noch bleibt, die letzten Wochen seines Haustieres so angenehm wie möglich zu gestalten. Ist der Krebs noch heilbar, können die gleichen Behandlungen wie beim Menschen vorgeschlagen werden, die sich an der Art der Erkrankung orientieren: Chemotherapie, Bestrahlung oder eine Operation. Der Tierarzt wird die besten Optionen mit dem Besitzer besprechen und ggf. auch eine Spezialklinik zur Behandlung von Krebs bei Haustieren vorschlagen.