Katze und Hund zusammen – geht das gut?

Wenn zwei Menschen „wie Katz und Hund“ sind, bedeutet das leider, dass sie sich überhaupt nicht verstehen. Tatsächlich können es die beiden beliebtesten Haustiere Deutschlands nicht miteinander. Auf weitläufigen Bauernhöfen, wo oft mehrere Katzen und Hunde zusammenleben, ist dies in der Regel kein Problem, da die Tiere genug Platz haben um sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen, doch in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus sieht die Sache schon anders aus.

Warum vertragen sich Katzen und Hunde nicht?

Jede Tierart kommuniziert durch eine eigene Körpersprache mit ihren Artgenossen. So kommt es zwischen verschiedenen Tierarten dann entsprechend schnell zu Missverständnissen. Wenn der Hund freudig mit dem Schwanz wedelt um sein Glück auszudrücken, sieht die Katze im schlagenden Schwanz ein Zeichen für Anspannung und geht in die Defensive. Ist die Katze angriffslustig, hebt sie ihre Pfote und legt ihre Ohren zurück – und verwirrt damit den Hund, der diese Signale als Freundschaftsangebot interpretiert. Schon kracht es zwischen Katz und Hund. Katzen sind  zudem ausgesprochen territoriale Tiere und reagieren gesäuert, wenn sich ein Hund in „ihrem“ Reich breit macht. Vor alle, wenn dieser dann das gleiche Revier dann auch noch mit Duftmarken markieren will.

Jungtiere passen am besten zusammen

Kleine Tiere, die noch nicht von den Verhaltensmustern ihrer Artgenossen geprägt sind, vertragen sich am ehesten mit anderen Tieren. Allerdings ist wohl eher selten so, dass jemand gleichzeitig ein kleines Kätzchen und einen Welpen anschafft. Meistens ist es wohl eher so, dass ein Tierhalter irgendwann noch ein zweites Tier anschafft, geschenkt bekommt oder es ihm zuläuft. Das moderne Leben hat es zudem mit sich gebracht, dass immer häufiger erwachsene Menschen, die lange mit ihrem Haustier alleine gelebt haben, zusammen ziehen und sich dann auch die jeweiligen Tiere aneinander gewöhnen müssen.

Natürlich wird niemand sein Leben nach den Tieren ausrichten, doch wenn es möglich ist, sollte eher die Katze zum Hund ziehen. Hunde sind generell friedfertiger als Katzen und haben keinen so ausgesprochenen Sinn für ihr Revier. Zieht ein Hund zu einer älteren Katze, wird sie häufig aggressiv auf den „Eindringling“ reagieren und ihm das Leben schwer machen.

Tiere behutsam zusammen bringen

Idealerweise ist genug Platz vorhanden um die beiden Tiere in den ersten Tagen in getrennten Räumen unterzubringen. So können sie sich an den fremden Geruch des anderen Tiers gewöhnen und an seine Geräusche. Wenn die Tiere zum ersten Mal aufeinander treffen, sollten ihre Menschen auf jeden Fall dabei sein. Am besten ist es, wenn sie beide angeleint sind und so schnell voneinander getrennt werden können, falls es zu Unstimmigkeiten kommt. Zudem sollte die Katze einen sicheren Rückzugsort haben, den der Hund nicht erreichen kann – das Körbchen auf der Fensterbank oder oben auf dem Kratzbaum zum Beispiel.

Hund und Katze sollten zumindest am Anfang auch getrennte Futterplätze haben und natürlich ihr eigenes Spielzeug. Wichtig ist auch, dass sich der Halter mit dem Tier, das zuerst da war, viel beschäftigt und mit ihm spielt, so dass es sich nicht vom Neuankömmling verdrängt fühlt. Dies gilt für Hunde und Katze gleichermaßen.

Anschließend ist Geduld gefragt: Manche Katzen und Hunde schließen schnell Freundschaft, andere brauchen länger dauern.  Ein Dauerkriegszustand ist jedoch nicht zu befürchten, da irgendwann einer der beiden nachgeben wird und sich „unterwirft“ – gewöhnlich der friedfertige Hund.

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