Den Tieren zu liebe: Freigängerkatzen kastrieren

2008 war Paderborn die erste Stadt in Deutschland, die Katzenbesitzern mit Freigängerkatzen die Auflage machte, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Inzwischen sind es in Deutschland mehr als 250 Städte, in denen es ebenfalls Regelungen für Katzenhalter gibt, die diese in die Pflicht nehmen, zumindest, wenn es freilaufende, sogenannte Freigängerkatzen, sind. Denn diese haben in freier Natur mit viel Zeit nicht nur die Möglichkeit Mäuse zu jagen und ihre Krallen zu wetzen, sie vermehren sich eben auch. Oftmals unkontrolliert auch mit wildlebenden Katzen. Und irgendwann ist er da, der Wurf an Kitten, den meist niemand mehr haben möchte.

Daher werden in immer mehr Städten in Deutschland Katzenhalter verpflichtet, ihre Katzen nicht nur zu kennzeichnen und zu registrieren, sondern eben auch zu kastrieren.

Zum Beispiel in Düsseldorf. Auch hier soll die Population an Katzen, insbesondere an wild lebenden Katzen, die auf sich gestellt sind, eingedämmt werden. Da wohl nur wenige Katzenhalter auf die neuen Vorschriften reagiert haben und wohl auch nichts von der neuen Kastrationspflicht wissen, wird nun aufgeklärt.

In dem Flyer, der nun verteilt wird, heißt es unter anderem:

Hauskatzen und verwilderte Katzen haben sich unkontrolliert vermehrt. Viele sind verwahrlost, krank und von Flöhen und Würmern befallen. Daher müssen wir die Population eindämmen und das geht nachhaltig nur durch Kastration.

Die entsprechende Verordnung gibt es in Düsseldorf bereits seit Ende 2016. Ein Verstoß gegen die Verordnung zum Schutz freilebender Katzen in der Landeshauptstadt Düsseldorf kann mit einem Bußgeld bis 1.000 Euro geahndet werden.

Das Problem sind meist nicht vereinzelte Katzen, die nicht kastriert sind. Das Problem wird aber dann immer größer und größer, denn sobald eine Katze Jungen hat, die dann verwildert, kümmert sich keiner um diese. Diese sind dann auch wieder unkastriert. Und so wächst die Population. Da bei dem ganzen Spiel aber auch Hauskatzen mitmischen, die ihren Freigang genießen, nimmt man nun eben auch Katzenhalter in die Pflicht.

Denn je mehr Katzen, auch wilde Katzen irgendwo leben, um so höher wird eben auch die Zahl erkrankter oder unterernährter Katzen. Auch die Zahl der Revierkämpfe steigt dann sprunghaft an.

Da Katzen in Deutschland im Jahr zwei Mal Junge bekommen können und pro Wurf bis zu sieben kleine Katzen auf die Welt kommen, wird das Problem immer zahlreicher.

Kastriert werden sollte ab dem fünften Lebensmonat und zwar von einem Tierarzt.

Siehe auch Freigehege für Katzen.

 

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